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| SYNOPSIS Marina, Alla und Viktoria fahren Frauen durch eine der schnellsten und härtesten Städte der Welt. Während draußen Moskau an allen Enden gleichzeitig unter Hochspannung steht, ist ihr PINK TAXI ein Ruhepol und Mikrokosmos fröhlicher Gelassenheit. Die drei Freundinnen können gut zu hören und das wissen ihre jungen, wohlhabenden Kundinnen zu schätzen. Bei ihnen fühlen sie sich aufgehoben, kommen ins Plaudern über Mode, Karriere und immer wieder Männer. Männer, die bei Marina, Alla und Viktoria nicht mitfahren dürfen. Das schwache Geschlecht, das sie sich mit Trinksprüchen nach Feierabend lachend stärker wünschen. Denn ihre Männer hat die neue Zeit nach Perestroika und Wirtschaftskrise aus der Bahn geworfen - sie haben sich totgesoffen oder sind mit Jüngeren durchgebrannt. Die gemeinsamen Kinder bringen die Drei nun mit Taxi fahren alleine durch - Söhne, die lieber Fußballstars werden wollen, als sich kaputt zu arbeiten und Töchter, die mit ihrer ersten Liebe hoffentlich nicht dieselben Fehler wie die Mütter machen werden. Und täglich lehnt eine neue Generation Frauen auf dem Rücksitz, die in einem anderen Russland zu leben scheint. Modern, erfolgreich, unbelastet - ihre Träume seien eigentlich alle wahr geworden und die große Liebe haben sie auch schon gefunden - erzählen die Kundinnen. Marina, Alla und Viktoria freuen sich mit, bringen sie sicher durch die Stadt und geben praktische Lebensberatung. Sie halten zusammen, singen die romantischen Lieder im Radio mit und träumen einfach weiter. Von dem Tag, an dem der Mann kommt, der kein "fetter fauler Kater" ist. | ||||
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| Interviews / Regie-Statement | ||||
Moskau. Frauentaxi. Plötzlich schien sich alles in einem Film zu treffen. Das Auto als Kummerkasten, Mikrokosmos, die Megacity atemlos vorbeiziehend - und dann immer wieder diese Gesichter auf der Rückbank. Während dieser kurzen Begegnungen schien die Zeit wie eingefroren, es zog ein bisschen Ruhe ein in dieser sonst absolut ruhelosen, verrückten Stadt. Auch schien die Nacht überhaupt nur geeignet für Begegnungen, denn am Tag gab es nur Megastaus und kein Vorankommen. Ich habe diese Momente in den Taxis, wenn die Kundinnen auf die Fahrerinnen trafen, schon beim Drehen als wohltuend empfunden, weil eine Art von Konzentration da war. Die Fahrerinnen entwickelten großes Talent im „Aushorchen“ der Kundinnen, sie wollten selbst einen kurzen Moment Teil dieser etwas besseren Gesellschaft sein, die dort auf der Rückbank Platz nahm. Und sie wollten wissen, wie es die „erfolgreichen“, „begehrenswerten“ Frauen so anstellen im Beruf, beim Kindererziehen oder mit den Männern. Das war die Verabredung für den Film, hier zeigte sich ihr Talent, damit konnten sie was anfangen. Überhaupt verbrachten wir viel Zeit miteinander, das waren Marina, Alla und Viktoria nicht gewohnt. Erst dachten sie, die drehen ein bisschen und hauen dann wieder ab, weil´s ihnen zu stressig ist und sie in ihr kuscheliges Deutschland zurückwollen. Aber dann waren wir eben jeden Tag da und tranken und aßen, lachten und tanzten mit ihnen. Doch nichts ist von Dauer in dieser Stadt, Freundschaft macht angreifbar, Annäherung kann als Schwäche verstanden werden. Und so galt es jeden Tag, immer und immer wieder Vertrauen aufzubauen. Alla und Marina waren da offener, Vika teilweise ein Kotzbrocken. Doch alle drei haben mich fasziniert, weil da auch eine Traurigkeit war und vielleicht diese zugeschüttete Verletzlichkeit. Und die hat mich interessiert. Was verbirgt sich unter der rauen Schale, an der sich das tägliche Leben reibt, wie lebt es sich mit sich selbst, ohne Netz und doppelten Boden, welche Träume sind da noch und welche Sehnsüchte? In allen meinen Filmen habe ich versucht, diesem Blick der Frauen zu folgen, weil er mir einen emotionalen Zugang zu ihrer Kultur eröffnet. Und nur so kann ich mich bewegen in einer für mich völlig fremden Welt. Ich erlebe das immer wieder in meinen Filmen. All meine Frauenfiguren verbindet einerseits Lebensdurst und Tatendrang, aber auch Traurigkeit und Sehnsucht nach der Liebe, dem nicht gelebten Leben, den verpassten Träumen. Und dieser sehr private, stets emotionale Blick durchzieht meine Filme wie ein roter Faden, weil es meine Art ist, auf diese Welt zu blicken. Ich kann das Fremde nur beschreiben, wenn damit ein Gefühl verbunden ist. Und da Frauen nun mal mehr Gefühle zeigen können als Männer, widme ich ihnen meine ganze Aufmerksamkeit. Schon Truffaut meinte: „Das Geheimnis des Kinos besteht darin, schöne Frauen schöne Dinge tun zu lassen“ und für meine Begriffe sind Alla, Marina, Vika und ihre Kundinnen in PINK TAXI an Strahlkraft kaum zu überbieten, weil sie aus tiefster russischer Seele kommt. Uli Gaulke | ||||
| Pressezitate | ||||
| "Ein warmherziger Film aus dem russischen Winter."
Zitty Berlin "Pink Taxi ist ein genaues Portrait dreier starker, sympathischer Frauen, die sich im Widerspruch zwischen finanziellen Zwängen und ihren Wünschen behaupten und sich die Fähigkeit zu träumen bewahrt haben." fluter.de "Uli Gaulke gelingt es, die Kamera fast unsichtbar werden zu lassen." Aviva Berlin "In diesen Gesprächen von Frau zu Frau entsteht mit der Zeit ganz nebenbei ein Bild von der Lebenssituation russischer Frauen ganz ohne erhobenen Zeigefinger, das aussagekräftiger ist, als so manche ambitionierte Sozialreportage." Kino-zeit.de "Uli Gaulkes Moskauer Doku Pink Taxi zeichnet sich durch einen intimen unaufdringlichen Blick auf seine Heldinnen aus." Tagesspiegel | ||||
| Preise / Festivals | ||||
| 43. Hofer Filmtage 2009 DOC/FEST Sheffield Film Festival Cottbus 2009 dokumentarfilmwoche Hamburg 2010 Bozener Filmtage 2010 Minneapolis/St. Paul IFF 2010 | ||||
| Stab / Besetzung | ||||
| Besetzung Marina Uljanova Alla Kondratjeva Viktoria Stotzkaja Stab Regie Uli Gaulke Buch Uli Gaulke Lena Rem Produzent Helge Albers Redakteur ZDF/arte Martin Pieper Kamera Axel Schneppat Ton Raimund von Scheibner Montage Uli Gaulke Komponist Ari Benjamin Meyers Produktionsleiter Ole Nicolaisen Regieassistenz/Übersetzungen Lena Rem Eine Flying Moon Produktion in Koproduktion mit ZDF in Zusammenarbeit mit ARTE gefördert von Mitteldeutsche Medienförderung Medienboard Berlin-Brandenburg | ||||
| Links | ||||
| http://www.pinktaxi-film.de | ||||
| Trailer | ||||