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Am 28. April 2006, zum ersten Mal in der
Geschichte der Islamischen Republik Iran, durfte die iranische
Frauennationalmannschaft im eigenen Land in einem Stadion vor
Zuschauerinnen spielen: ein Freundschaftsspiel gegen eine
Frauenmannschaft aus Berlin Kreuzberg.
27 Jahre lang spielten die Iranerinnen in Hallen, ohne Zuschauer, ohne
Anfeuerungsrufe, ohne ihre Leidenschaft, ihre Freude oder ihren Frust
mit Fans oder Freunden teilen zu kšnnen. 27 Jahre lang durften
Frauen nicht ins Stadion, durften nicht teilhaben an etwas, das die
Iraner mehr bewegt als alle anderen traditionellen Sportarten:
Fu§ball!
Es waren bewegende Momente: Trotz der Anwesenheit
von SittenwŠchterinnen, die stetig mahnten und zurechtwiesen,
schwappten die Emotionen Ÿber. Die jungen Frauen sangen und
tanzten, schrien und feuerten beide Mannschaften an. Und
plštzlich entstand, auf einer simplen, eigentlich unpolitischen
Ebene, eine kleine Revolution: FŸr 90 Minuten hatten sowohl
Zuschauerinnen (denn natŸrlich waren nur Frauen zugelassen) als
auch Spielerinnen eine Ahnung von Freiheit.
Die Organisation und Planung des Spiels war
schwierig. Man musste Vorbehalte Ÿberwinden, die offiziellen
Vertreter Ÿberzeugen, die SittenwŠchter beruhigen und
Genehmigungen einholen. Und bis kurz vor Spielbeginn war nicht
abzusehen, ob das Spiel Ÿberhaupt stattfinden wŸrde oder
nicht. Es gab keine Einreisevisa fŸr das Team, die Frage des
Stadions war nicht eindeutig geklŠrt, die bestellten Trikots
waren noch nicht fertig und das Spiel selbst durfte nicht beworben
werden. Dennoch fanden Ÿber 1000 Zuschauerinnen ihren Weg ins
Stadion.
Den roten Faden des Films stellt die Organisation
des Spiels dar sowie die †berwindung aller Hindernisse und
WiderstŠnde auf dem Weg der Berliner Mannschaft nach Teheran.
Wir begleiten dabei die beiden Initiatoren und Organisatoren Marlene
Assmann (Berlin) und Ayat Najafi (Teheran) und lernen darŸber
hinaus je zwei MŠdchen auf deutscher und auf iranischer Seite
nŠher kennen. Und wir erfahren, dass allen Protagonistinnen
eines gemeinsam ist und das zentrale Thema des Films bildet: ihr
BemŸhen, durch das Fu§ballspielen ein stŸckweit
Emanzipation und Selbstverwirklichung zu erlangen.
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